Microsoft Windows

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Microsoft Windows (englische Aussprache [ˈmaɪ.kɹoʊ.sɒft ˈwɪn.doʊz]) ist ein Markenname für Betriebssysteme des Unternehmens Microsoft. Ursprünglich war Microsoft Windows eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS (wie beispielsweise auch GEM oder PC/GEOS). Inzwischen wurde dieser Entwicklungszweig zugunsten der Windows-NT-Produktlinie aufgegeben und Windows bezeichnet das Betriebssystem als Ganzes. Der Name Windows (engl.: Fenster) rührt daher, dass die Benutzeroberflächen von Anwendungen als rechteckige Fenster auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Windows-Betriebssysteme sind vor allem auf Personal Computern und Servern verbreitet; daneben existieren Varianten für Geräte wie Smartphones oder PDAs, sowie für spezielle Embedded Devices wie etwa vollelektronische Messgeräte und Einzelhandels-Kassensysteme oder für die Anwendung in Kraftfahrzeugen.

Die Windows-Betriebssysteme sind mit einem geschätzten Marktanteil von etwa 82 Prozent[2] aller auf das Internet zugreifenden Betriebssysteme Marktführer, wodurch das Unternehmen Microsoft ein Quasi-Monopol hält. Diese Tatsache führte in der Vergangenheit zu einer Vielzahl von Gerichtsverfahren, welche den Vorwurf der Ausnutzung dieser Marktstellung zum Inhalt hatten.

Begriff

Der Begriff Window (Fenster) als Bezeichnung für ein Software-Oberflächenelement geht zurück auf das in den frühen 1970er Jahren im Xerox PARC entwickelte WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-Device) für den Aufbau von Benutzerschnittstellen. Microsoft Windows ist ein System, das dieses Paradigma umsetzt.

Der Begriff „Windows“ als Markenname hat zugleich auch beschreibenden Charakter für eine Funktion des Betriebssystems, nämlich Programme in Fenstern auszuführen.

Produktlinien

Zeitleiste

Das Schaubild stellt einzelne Hauptversionen des Betriebssystems Microsoft Windows anhand der Erscheinungsdaten und aufgegliedert in die Produktlinien auf einer Zeittafel angeordnet dar und soll dem Überblick dienen.

DOS-Linie für 16-Bit-Rechner

Die 16-Bit-Versionen von Microsoft Windows basierten ursprünglich vollständig auf MS-DOS und benutzten es für alle Systemzugriffe. Microsoft Windows stellte lediglich eine Erweiterung in Form einer grafischen Benutzeroberfläche dar. Das änderte sich mit Windows 3.x allmählich, insbesondere durch die Einführung der 32-Bit-Zugriffe und des Win32s-Subsystems. Die Win32s-Komponente stellte in Windows 3.1x einen Teilsatz des Win32-API aus Windows NT bereit, wodurch einige für Windows 95 oder Windows NT entwickelte Programme damit funktionierten. Zwischen Windows-Programmen auf älteren Windows-Versionen (einschließlich Windows 3.x) ist nur kooperatives Multitasking verfügbar. Mit Windows for Workgroups wurde eine Version mit integrierter Netzwerkfähigkeit veröffentlicht. Der Namenszusatz wurde ab Windows 95 und in allen Windows-NT-Versionen wieder fallen gelassen.

Produktname Erscheinungsdatum
Windows 1.0 20. November 1985
Windows 2.0 November 1987
Windows 2.1
Windows 2.11
Windows 3.0 22. Mai 1990
Windows 3.1 1. März 1992
Windows 3.11
Windows for Workgroups 3.1 Oktober 1992
Windows for Workgroups 3.11 November 1993

Windows 1.0x

Windows 1.0x

Am 10. November 1983 wurde von Microsoft auf der COMDEX/Fall '83 ein Prototyp mit der Bezeichnung „Interface Manager“ vorgestellt, welcher die erste grafische Benutzeroberfläche von Microsoft für DOS darstellte. Microsofts Marketing-Abteilung entschied jedoch später, nachdem die Entwickler immer von Fenstern sprachen, das System in „Windows“ umzubenennen. Microsoft Windows 1.0x wurde am 20. November 1985 veröffentlicht.[3][4] Windows 1.0x wurde für 99$ verkauft, war aber kein großer Erfolg, da es so gut wie keine Anwendungen dafür gab. Als Oberfläche dient eine Art von Dateimanager. Die einzelnen Programme müssen anhand ihres Dateinamens ausgewählt werden. Es gibt einen großen Unterschied in der Bedienung von Windows 1.0x gegenüber den späteren Versionen.

Windows 2.x

Windows 2.x

Microsoft Windows 2.0 wurde im November 1987 veröffentlicht und beinhaltete unter anderem Verbesserungen an der grafischen Benutzeroberfläche. Erstmals wurde auch eine Windows-Version von Microsoft Word und Microsoft Excel veröffentlicht.

Windows 3.x

Windows 3.x

Microsoft Windows 3.0 wurde am 22. Mai 1990 veröffentlicht. Windows 3.1, welches am 1. März 1992 folgte, war die erste kommerziell erfolgreiche Version eines Windows-Systems. Windows 3.1x war sehr beliebt, in den ersten 2 Monaten wurden alleine etwa 3 Millionen Lizenzen verkauft. Mit Windows for Workgroups 3.1, Codename „Sparta“, erschien im Oktober 1992 das erste rudimentär netzwerkfähige Windows, mit Version 3.11 unterstützte Windows for Workgroups schließlich auch das Internetprotokoll (IP). Windows 3.2 ist ein Update der Windows 3.1 Version für China, laut Microsoft Knowledge Base wurden neue, bzw. verbesserte Eingabeeditoren für die Schrift eingesetzt.

DOS-Linie für 32-Bit-Rechner

Die sogenannte Windows-9x-Linie basiert auf MS-DOS, besitzt aber einen eigenen 32-Bit-Betriebssystemkern, der nach dem Systemstart die Systemzugriffe mittels sogenannter VxDs (Virtual Device Driver, virtuelle Gerätetreiber) steuert. Das Win32-API war zu dem Zeitpunkt nichts vollkommen Neues, da Windows NT 3.1 und Windows NT 3.5 bereits auf dem Markt waren. Windows 95 war aber die erste Windows-Version für Heimanwender, die diese benutzte.

Windows 9x bringt sein eigenes angepasstes DOS mit, während frühere DOS-basierte Windows-Versionen ein vorinstalliertes DOS voraussetzten. Der Start von Windows ist dabei (außer in Windows Me, für das es inoffizielle Patches gab) mittels eines Eintrags in die textbasierte Datei MSDOS.SYS verhinderbar, so dass Windows wie in früheren Versionen manuell durch das DOS-Programm WIN.COM gestartet werden kann. Microsoft wollte dem Benutzer zwar suggerieren, MS-DOS existiere nicht mehr eigenständig, allerdings war das MS-DOS-Betriebssystem aus jedem Windows 9x auch vollständig ohne Windows lauffähig. Windows 9x unterstützt für 32-Bit-Anwendungen präemptives Multitasking und für Kompatibilität mit Windows-3.x-16-Bit-Anwendungen kooperatives Multitasking.[6] 32-Bit-Prozesse besitzen jeweils eigene virtuelle Adressräume (Speicherschutz), konsequenter Speicherschutz ist jedoch für die Kompatibilität zu Anwendungen, die direkt Hardware ansprechen, nicht gewährleistet.[7]

Der Begriff „Windows 9x“ leitet sich aus den nun spezielleren Namen (anstatt nur Versionsnummern) her, die in den meisten DOS-basierten Windows-Versionen 4.x mit einer Neun beginnen. Aus diesem Schema stößt nur Windows Me hervor, es wird aber trotzdem mit den sehr verwandten anderen Versionen zusammengefasst.

Produktname Codename Erscheinungsdatum
Windows 95 Chicago 15. August 1995
Windows 95a Nashville Februar 1996
Windows 95b März 1997
Windows 95c November 1997
Windows 98 Memphis 30. Juni 1998
Windows 98 SE Mai 1999
Windows Me Georgia August/September 2000

Windows 95

Windows 95

Microsoft Windows 95, Codename „Chicago“, ist am 15. August 1995 erschienen. Windows 95 war revolutionär als es erschien, es war ein 16/32-Bit-System, konnte schon lange Dateinamen verwenden/verwalten und DOS wurde zum Unterbau degradiert. Es hat nur 4 Tage gedauert, bis die erste Million Exemplare verkauft waren. In den beiden Folgejahren erschienen Windows 95b und Windows 95c, die einige Updates mitbringen, welche unter anderem neue Hardware unterstützen, zum Beispiel USB und FAT32 zur Adressierung von Festplatten von über 2 Gigabyte. Das System wird seit Januar 2002 von Microsoft offiziell nicht mehr unterstützt.[8]

Windows 98

Windows 98

Microsoft Windows 98, Codename „Memphis“, erschien am 30. Juni 1998 als Evolutionsstufe von Windows 95. Windows 98 enthält hauptsächlich Internet-Erweiterungen wie den integrierten Internet Explorer 4.0 sowie Multimedia-Erweiterungen. Nach Windows 95 ist Windows 98 das zweiterfolgreichste System, die offizielle Unterstützung wurde im Jahr 2006 eingestellt. Mitte 1999 erschien Windows 98 Second Edition (englisch für zweite Ausgabe) welche als überarbeitete Version unter Anderem das Service Pack 1, den Internet Explorer 5 sowie einige Verbesserungen im Bereich Multimedia und USB mitbrachte.

Windows Me

Windows Me

Microsoft Windows Millennium Edition (Me), Codename „Georgia“, ist im September 2000 erschienen. Auch hier wurden hauptsächlich kosmetische Änderungen und Multimedia-Verbesserungen vorgenommen, das Betriebssystem brachte beispielsweise eine verbesserte Version des Windows Media Players mit. Ein Systemprogramm zur Systemwiederherstellung, mit dem das System auf einem automatischen oder vom Benutzer ausgewählten Zeitpunkt zurückgesetzt werden kann, ist, ähnlich wie in Windows XP, enthalten. Ferner wurde der Schutz von Systemdateien verbessert; im Gegensatz zu Vorgängerversionen ist es aufgrund der System File Protection (SFP) nicht mehr möglich, diese zu löschen. Durch das Programm „Komprimierte Ordner“ wird das Erstellen und Entpacken von ZIP-Archiven direkt unterstützt. Darüber hinaus enthält Windows Me noch diverse neue Funktionen.

NT-Linie

Die Windows-NT-Serie besitzt einen eigenen Kernel. Das Kürzel NT steht für New Technology (sinngemäß und korrekt übersetzt „neue Technik“). Der Name stand zunächst für das von Microsoft und IBM gemeinsam entwickelte Betriebssystem OS/2, welches nur in den 16-bit-Versionen (Versionsnummern 1.x) gemeinsam entwickelt, aber getrennt vermarktet wurde. Mit dem Entwicklungsschritt zu den 32-bit-Versionen (2.x) trennte sich Microsoft von IBM, um das Betriebssystem als Windows NT in Konkurrenz zu OS/2 getrennt von IBM weiter zu entwickeln. Vor allem in den NT-Versionen der 3.x-Reihe konnte der Benutzer mit Fehlermeldungen oder Hilfetexten konfrontiert werden, in denen von OS/2 die Rede, aber Windows NT gemeint war.

NT stand ursprünglich für N-Ten (N10), einen Emulator, auf welchem das System von den NT-Entwicklern in der Anfangsphase betrieben wurde.[9]

Windows NT ist für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und wurde ursprünglich für Intel-386-, MIPS-, PowerPC- und Alpha-Prozessoren angeboten. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung (Ende 2001) wurden praktisch nur noch x86-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren wurde nach und nach eingestellt. Mit den Ankündigungen von AMD und Intel, zukünftig 64-bit-Prozessoren fertigen zu wollen, begann bei Microsoft die Entwicklung entsprechender Betriebssystemvarianten. Mitte 2005 stellte Microsoft dann auf seiner betriebseigenen Veranstaltung „WinHEC 2005“ in Seattle seine neuen Produkte Microsoft Windows XP Professional x64 Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Standard Edition, Microsoft Windows Server 2003 x64 Enterprise Edition und Microsoft Windows Server 2003 x64 Datacenter Edition vor.

MS-DOS wird bei Bedarf emuliert, weitgehend namens- und funktionsgleiche Befehle sind als Laufzeitumgebung verfügbar, DOS-Programme können weiter verwendet werden, solange sie keinen direkten Zugriff auf die Hardware erfordern. Spiele laufen daher meist gar nicht oder nur ohne Ton- und Joystick-Unterstützung. Abhilfe schaffen DOS-Emulatoren wie z. B. DOSBox.

NT besitzt präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardwarezugriffe von Programmen sind (im Gegensatz zur DOS-Linie) durch die strikte Durchsetzung eines Schichtenmodells nicht erlaubt. Beginnend mit Microsoft Windows 2000 wurden die NT-Linie und die Konsumentenvariante von Microsoft Windows vereinheitlicht und in eine gemeinsame Produktlinie überführt. Mit der XP-Version kann die Zusammenführung „unsicherer Multimedia-Versionen, DOS-basiert“ und „sicherer NT-Versionen ohne Multimedia“ als abgeschlossen betrachtet werden.

Produktname Codename Erscheinungsdatum
Windows NT 3.1 Juli 1993
Windows NT 3.5 Daytona September 1994
Windows NT 4.0 Shell Update Release 29. August 1996
Windows 2000 Februar 2000
Windows XP Whistler 25. Oktober 2001
Windows Server 2003 2003
Windows Vista Longhorn 30. November 2006 (Unternehmen)
30. Januar 2007 (Privatanwender)
Windows Home Server 13. Juli 2007
Windows Server 2008 27. Februar 2008
Windows 7 Vienna/Blackcomb 22. Oktober 2009
(z.Z. in Entwicklung) Windows 8 Ende 2012

Windows NT 3.1

Windows NT 3.1

Microsoft Windows NT 3.1 ist im Jahr 1993 in zwei unterschiedlichen Varianten erschienen.

  • Windows NT Workstation 3.1
  • Windows NT Advanced Server 3.1

Windows NT 3.5

Windows NT 3.5

Microsoft Windows NT 3.5, Codename „Daytona“, ist im September 1994 erschienen und stellt eine Weiterentwicklung von Windows NT 3.1 dar. Die Oberfläche entspricht der von Windows 3.1. Da DOS-basierende Windowssysteme noch vorherrschten, wurde, im Vergleich zur Windows NT 3.1, vor allem die Kompatibilität zu Windows-95-Programmen verbessert. Windows NT 3.5 erschien zunächst vergleichsweise fehlerbehaftet, die überarbeitete Version 3.51 kam im Juni 1995. Windows NT 3.5 wurde in zwei Varianten verkauft.

  • Windows NT Workstation 3.5
  • Windows NT Server 3.5

Windows NT 4.0

Windows NT 4.0

Microsoft Windows NT 4.0, Codename „Cairo“, ist am 29. August 1996 erschienen. Anders als Windows NT 3.x hat Windows NT 4.0 fast dieselbe Benutzeroberfläche wie Windows 95 - lediglich mit dem Unterschied, dass diese auf dem NT-Kernel basiert. Windows NT 4.0 gilt aus diesem Grund als stabiler als Windows 95. Zunächst wurde Windows NT 4.0, wie auch Windows NT 3.x, in zwei Varianten veröffentlicht, in den Jahren 1996 und 1998 wurden schließlich zwei weitere Varianten des Betriebssystems veröffentlicht.

  • Windows NT Workstation 4.0
  • Windows NT Server 4.0
  • Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition (1996)
  • Windows NT Server 4.0 Terminal Server Edition (1998)

Windows 2000

Windows 2000

Microsoft Windows 2000 ist im Februar 2000 erschienen und trägt die NT-Version 5.0. Es bietet eine verbesserte Unterstützung von Geräten und existiert in insgesamt vier unterschiedlichen Varianten. Die Server-Varianten wurden speziell auf unterschiedliche Unternehmensgrößen hin konzipiert, bietet erstmals Active Directory und sollten die Windows-NT-4.0-Server ablösen.

  • Microsoft Windows 2000 Professional
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server

Windows XP

Windows XP

Microsoft Windows XP, Codename „Whistler“, ist am 25. Oktober 2001 erschienen und trägt die NT-Version 5.1. Es war das bis dato am besten verkaufte Windows-Betriebssystem und vereint erstmals die großen Produktschienen „Privat“ und „Unternehmen“. Vorangetrieben wurden insbesondere die Erneuerung der Benutzerführung und die Integration von Multimedia und Internet.

Für heftige Diskussionen sorgte die neue Produktaktivierung, die das Verwenden von Raubkopien verhindern sollte. Microsoft wurde dabei seine Vorgehensweise hinsichtlich des Datenschutzes vorgeworfen. Daraufhin hat das Unternehmen die Art der übermittelten Daten veröffentlicht.

Bei dem im September 2004 veröffentlichten „Service Pack 2“ wurde das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Netzwerksicherheit gelegt, so wurde etwa eine Firewall integriert. Das Service Pack 3 (SP3) beherbergt neben den Aktualisierungen seit Service Pack 1 verschiedene weitere aktualisierte Programme. Das Update erlaubt darüber hinaus die Verwendung von Windows XP als Gastsystem unter Microsofts im Herbst 2008 erschienener Virtualisierungslösung Hyper-V. Darüber hinaus optimiert SP3 die Geschwindigkeit des Systems, wurde aber ausschließlich für die Varianten der 32-bit-Architektur veröffentlicht.

Eine Besonderheit von Windows XP sind die N-Versionen (Home Edition N und Professional N), die aufgrund eines europäischen Rechtsstreits, der die Ausnutzung der Quasi-Monopol-Stellung von Microsoft zum Inhalt hatte, ohne vorinstallierten Windows Media Player ausgeliefert werden. Diese Versionen sind ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich. Windows XP Professional x64 Edition ist eine speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Variante des Betriebssystems und basiert auf Microsoft Windows Server 2003 x64. Von Windows XP sind insgesamt sechs Varianten erschienen.

Ein Hauptkritikpunkt an früheren Windows-Versionen war die unbefriedigende Stabilität für Heimanwender. Dies hat sich jedoch mit dem Erscheinen von Windows XP, das als erstes Heimanwender-Betriebssystem von Microsoft auf einer NT-Basis aufsetzt, deutlich verbessert

Laut der Computerzeitschrift c't ist Windows XP derzeit die am häufigsten mit Schadcode infizierte Windows-Version.[18] Windows XP entspreche den heutigen Sicherheitsanforderungen bei Weitem nicht mehr. So wurde beispielsweise eine Firewall erst mit dem Service Pack 2 bereitgestellt, neuere Technologien wie Adressverwürfelung oder das seit Windows Vista eingeführten UAC fehlen oder lassen sich nur manuell aufwändig nachrüsten.

Produktvariante Codename Erscheinungsdatum Produktvarianten
Starter Edition 2004
Home Edition 25. Oktober 2001
  • Windows XP Home Edition
  • Windows XP Home Edition N (2005)
Professional 25. Oktober 2001
  • Windows XP Professional
  • Windows XP Professional N (2005)
  • Windows XP Professional x64 Edition (2005)
Media Center Edition eHome 2002
Media Center Edition 2003 Freestyle 2003
Media Center Edition 2004 Harmony 2004
Media Center Edition 2005 Symphony 2005
Tablet PC Edition 2002
  • Windows XP Tablet PC Edition
  • Windows XP Tablet PC Edition 2004 (2004)
Embedded 2001
  • Windows XP Embedded
  • Windows Embedded for Point of Service (2004)

Darüber hinaus wurden zwei weitere Systeme entwickelt, die auf dem Betriebssystemkern von Windows XP aufbauen, sich aber deutlicher von den Ursprungsvarianten unterscheiden:

  • Windows PE (Preinstallation Environment), eine fast ausschließlich aus dem Betriebssystemkern bestehende Version von Windows XP.
  • Windows Fundamentals for Legacy PCs (Codenamen „Mönch“ und „Eiger“), eine speziell für den Betrieb auf Thin Clients optimierte Variante des Betriebssystems.

Windows Server 2003

Windows Server 2003

Microsoft Windows Server 2003 ist im Jahr 2003 als Server-Variante von Windows XP erschienen und trägt die NT-Version 5.2. Die x64-Varianten (x64 Standard Edition, x64 Enterprise Edition und x64 Datacenter Edition) sind speziell auf die 64-Bit-Architektur zugeschnittene Varianten des Betriebssystems. Von Windows Server 2003 sind insgesamt fünf Varianten erschienen.

  • Microsoft Windows Server 2003 Standard Edition
  • Microsoft Windows Server 2003 x64 Standard Edition (2005)
  • Microsoft Windows Server 2003 Enterprise Edition
  • Microsoft Windows Server 2003 x64 Enterprise Edition (2005)
  • Microsoft Windows Server 2003 Datacenter Edition
  • Microsoft Windows Server 2003 x64 Datacenter Edition (2005)
  • Microsoft Windows Server 2003 Web Edition
  • Microsoft Windows Compute Cluster Server 2003

Windows Vista

Windows Vista

Microsoft Windows Vista, Codename „Longhorn“, ist am 30. November 2006 für Unternehmen und am 30. Januar 2007 für Privatanwender erschienen und trägt die NT-Version 6.0. Nach einer ersten Alphaversion Anfang 2002 wurde der Veröffentlichungstermin mehrfach verschoben, dennoch konnten nicht alle ursprünglich geplanten Funktionen verwirklicht werden (beispielsweise die Dateisystemerweiterung WinFS). Die grafische Benutzerschnittstelle wurde überarbeitet und bietet die Modi Aero Basic und Aero Glass.

Alle Produktvarianten sind sowohl als Versionen für die 32-Bit-Architektur als auch als Versionen für die 64-Bit-Architektur erschienen. Neben den von Windows XP bekannten N-Versionen (Home Basic N und Business N) ohne vorinstallierten Windows Media Player existieren auch K-Versionen (Home Basic K und Business K) die ohne vorinstallierten Windows Media Player und Windows Messenger ausgeliefert werden. Anders als die N-Versionen, die ausschließlich in der Europäischen Union erhältlich sind, sind die K-Versionen ausschließlich in Korea erhältlich. Die Starter-Variante von Windows Vista wurde in Europa nicht veröffentlicht. Insgesamt sind zehn Varianten erschienen.

  • Microsoft Windows Vista Starter
  • Microsoft Windows Vista Home Basic
  • Microsoft Windows Vista Home Basic N
  • Microsoft Windows Vista Home Basic K
  • Microsoft Windows Vista Home Premium
  • Microsoft Windows Vista Business
  • Microsoft Windows Vista Business N
  • Microsoft Windows Vista Business K
  • Microsoft Windows Vista Enterprise
  • Microsoft Windows Vista Ultimate
  • Windows Embedded, eine modular aufgebaute Version von Windows Vista für Eingebettete Systeme
Windows Vista TV Pack 2008

Windows Vista TV Pack 2008, Codename „Fiji“, stellt eine überarbeitete Version des Windows Media Center dar und ist im August 2008 für Windows Vista erschienen. Das Paket ist nur für OEM-Kunden verfügbar, verlangt nach dem Service Pack 1 von Windows Vista und enthält die Unterstützung neuer digitaler TV-Standards.

Windows Server 2008

Windows 7

Windows 7

Microsoft Windows 7 wurde im Jahre 2000 unter dem Codenamen Blackcomb angekündigt und sollte Windows XP ablösen.[18] 2001 entschied Microsoft sich jedoch, vermutlich im Hinblick auf technische Möglichkeiten, zwischen Windows XP und Blackcomb eine weitere Version von Windows zu veröffentlichen, die später Windows Vista genannt wurde. 2006 änderte man außerdem den Codenamen von Blackcomb zu Vienna und später entschied man sich dann für den Namen Windows 7. Es wird seit dem 22. Oktober 2009 sowohl als 32-Bit- als auch als 64-Bit-Variante verkauft.[19] Das erste Service Pack wurde am 22. Februar 2011 freigegeben.

Windows 7 ist bis jetzt in sechs Varianten erschienen.

  • Windows 7 Starter
  • Windows 7 Home Basic
  • Windows 7 Home Premium
  • Windows 7 Professional
  • Windows 7 Enterprise
  • Windows 7 Ultimate


Links zu Windows 7

Windows Server 2008 R2

Windows 8

Windows 8

Hauptartikel Microsoft Windows 8

Der Nachfolger von Windows 7 heißt Windows 8. Im Jahr 2007 wurden dafür auch die Codenamen „Mystic“ und „Orient“ verwendet. Windows 8 wurde am 26. Oktober 2012 veröffentlicht.

Im Januar 2011 wurde auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas angekündigt, dass Windows 8 nicht nur die herkömmliche x86-, sondern auch die ARM-Architektur der drei größten Produzenten Nvidia, Qualcomm und Texas Instruments unterstützen werde.

Windows 8 wurde am 26. Oktober 2012 für die Allgemeinheit freigegeben. Microsoft verkauft Windows 8 in den ersten drei Monaten zu einem stark reduzierten Preis.

Windows 8 ist in vier Varianten erschienen:

  • Windows 8
  • Windows 8 Pro
  • Windows 8 Enterprise
  • Windows RT (Version für ARM-Prozessoren)

Windows RT

Microsoft Windows RT, während der Entwicklungsphase auch als Windows on ARM (kurz: WOA) bezeichnet, ist eine Version des Windows-Betriebssystems von Microsoft für Geräte basierend auf der ARM-Architektur, wie beispielsweise Tablet-Computer. Es wurde offiziell am 1. August 2012 fertiggestellt, wird ausschließlich mit neuen Geräten ausgeliefert und ist somit nicht als eigenständiges Produkt für Endanwender zu erwerben.

Windows RT hat viele Gemeinsamkeiten mit Windows 8, da beide signifikante Teile desselben Quellcodes verwenden und auf demselben Betriebssystemkern basieren.

Windows Server 2012

Microsoft Windows Server 2012, das seit dem 4. September 2012 verfügbar ist, Arbeitstitel Microsoft Windows Server 8, ist der Nachfolger des Betriebssystems Windows Server 2008 R2 des Softwareherstellers Microsoft.

Am 29. Februar 2012 veröffentlichte Microsoft zusammen mit Windows 8 eine Vorabversion des Betriebssystems. Zuvor wurde im Rahmen der Konferenz „Build Windows“ im September 2011 eine Entwicklerversion des Betriebssystems veröffentlicht.

Zukunft

Einem Projektplan von Microsoft nach soll den Betriebssystemen Windows 7 und Server 2008 R2 ein Nachfolgeprojekt mit dem internen Entwicklungsnamen „Windows 8“ folgen. Im Jahr 2007 wurden dafür auch die Codenamen „Mystic“ und „Orient“ verwendet. Als Erscheinungszeitraum wird Oktober 2012 angestrebt. Einzelheiten über die neue Version des Betriebssystems sind öffentlich aber noch nicht bekannt.

Inzwischen sind konzerninterne Quellen an die Öffentlichkeit gelangt, die das Projekt Windows Next betreffen, womit nach Ansicht der CHIP-Redaktion Windows 8 gemeint sein dürfte. Demnach sei geplant, unter dem Titel Desktop as a Service immer mehr Anwendungen und gar das Betriebssystem selbst virtualisiert ins Netzwerk zu verlagern, um sie zentral zu verwalten. Ob und in welcher Form Privatanwender davon betroffen sind, sei derzeit allerdings unklar.

Zusätzlich kündigte Microsofts CEO Steve Ballmer auf der Consumer Electronics Show Anfang Januar 2011 in Las Vegas an, dass die nächste Generation Windows nicht nur die herkömmliche x86-, sondern auch die ARM-Architektur von den drei größten Produzenten Nvidia, Qualcomm und Texas Instruments unterstützen werde.] Damit ist dies die bisher einzige, offizielle Information zu der nächsten Generation Windows seitens Microsofts.

CE-Linie

Die CE-Linie wurde für mobile Geräte wie Pocket PCs, Smartphones und PDAs konzipiert und stellt eine eigene Produktlinie dar. Neben den hier aufgelisteten Versionen existieren weitere Versionen für einzelne Gerätetypen und Hauptprozessoren.

Windows CE

  • Windows CE 1.0 (November 1996)
  • Windows CE 2.0 (September 1997)
  • Windows CE 3.0 (30. Juli 2000)
  • Windows CE .NET 4.0 (1. April 2002)
  • Windows CE 5.0 (31. August 2004)
  • Windows CE 5.1 (Mai 2005, Bestandteil von Windows Mobile 5, nicht separat erhältlich)
  • Windows CE 5.2 (Februar 2007, Bestandteil von Windows Mobile 6, nicht separat erhältlich)
  • Windows Embedded CE 6.0 (1. November 2006)
  • Windows Embedded CE 6.0 R2 (13. November 2007)
  • Windows Embedded CE 6.0 R3 (3. Oktober 2009)
  • Windows Embedded Compact 7 (2011, geplant)

Pocket PC

  • Pocket PC
  • Pocket PC 2001
  • Pocket PC 2002
    • Phone Edition mit Telefonfunktionen und für Smartphones ohne Touchscreen

Windows Mobile / Windows Phone

  • Windows Mobile 2003 für Pocket PC
    • Phone Edition mit Telefonfunktionen und für Smartphones ohne Touchscreen
  • Windows Mobile 5.0
    • Phone Edition mit Telefonfunktionen und für Smartphones ohne Touchscreen
  • Windows Mobile 6.0
    • Classic Edition für PDAs
    • Professional Edition für PDAs mit Telefonie-Funktion
    • Standard Edition für Smartphones
  • Windows Mobile 6.1
    • Classic Edition für PDAs
    • Professional Edition für PDAs mit Telefonie-Funktion
    • Standard Edition für Smartphones
  • Windows Mobile 6.5
    • Classic Edition für PDAs
    • Professional Edition für PDAs mit Telefonie-Funktion
    • Standard Edition für Smartphones
  • Windows Phone 7 – ist seit dem 21. Oktober 2010 erhältlich
  • Windows Phone 8

Microsoft Windows Phone 8, während der Entwicklungsphase unter dem Codenamen Apollo bekannt, ist eine zukünftige Version des Windows-Betriebssystems für Mobiltelefone. Im Gegensatz zum Vorgänger Windows Phone 7 basiert es nicht länger auf Windows CE, sondern demselben Windows NT-Kernel wie Windows 8 und Windows RT. Es wurde offiziell am 20. Juni 2012 auf dem Windows Phone Summit in San Francisco vorgestellt.[28]

Nicht veröffentlichte Versionen

Microsoft Chicago

Microsoft Chicago war der Entwicklungsname der frühen Alpha/Betaversionen von Windows 95. Die Versionen sind eine optische Mischung aus Windows 3.1 mit einer frühen Version des aus Windows 95 bekannten Startmenüs.<ref>[1]</ref> Tatsächlich finden sich in einigen Systemdateien sämtlicher späteren Windows-Versionen noch Hinweise auf diesen Entwicklungsnamen.

Windows 96 (Nashville)

Oft als Beta von Windows 95b oder Windows 96 bezeichnet, war Nashville tatsächlich nur eine Technologie-Vorschau, aus der später unter anderem der Active Desktop des Internet Explorers 4.0 hervorging. Die Bezeichnung Windows 96 geht auf den Deinstallationseintrag in der Systemregistrierung zurück, den Nashville hinterlässt, wenn man es als Update für Windows 95 installiert. Da es in Nashville keine weiteren Referenzen zu Windows 96 gibt und die einzig bekannte Beta-Version auch nie für den Gebrauch außerhalb Microsofts gedacht war, lässt sich über den Sinn dieses Eintrags nur spekulieren.

Windows Neptune

Windows Neptune sollte Windows 2000 Home werden, das ja den Zusatz „Professional“ trägt. Das Projekt wurde jedoch zugunsten von Windows XP gestrichen. Diese Neuerungen sind bekannt:

  • Eine Personal Firewall
  • Mehrere Personen können sich auf demselben System „aufhalten“ bzw. einloggen (geplant, teilweise sichtbar)
  • mehrere virtuelle Desktops (geplant)
  • Verbessertes Hilfe-/Verwaltungsystem
  • Unterstützung für neue digitale Fernsehstandards (ATSC, BDA)
  • Die Protokolle IPX, DLC, NetBEUI und AppleTalk wurden entfernt
  • Multicast-DNS (erweiterte Hardwareunterstützung)

Nur eine einzige Alphaversion wurde 1999 an Entwickler geschickt.

Windows Odyssey

Obwohl Neptune nie erschienen ist, sollte es sogar einen Nachfolger geben: Odyssey. Odyssey sollte kurz nach Neptune erscheinen und wieder ein Profibetriebssystem sein. Es sollte weiterhin auf NT basieren. Bei Odyssey wollte Microsoft auf Netzwerktechnologie setzen und den NT-Kernel stabiler und sicherer machen. Doch das Projekt Odyssey wurde genauso wie Neptune eingestellt. Stattdessen erschien einige Zeit später Windows XP.

Sicherheit

Weil Programmierer moderner Malware vor allem an sensiblen Daten von Endbenutzern interessiert sind, stellt Windows hier mit seiner hohen Verbreitung im Anwenderbereich für sie ein beliebtes Ziel dar.

Da zur Zeit der Entwicklung von Windows NT die heutige Relevanz des Internets von Microsoft falsch eingeschätzt wurde, vernachlässigte der Konzern zunächst die Internet-Sicherheit. Darüber hinaus wurde Windows bis Windows Server 2003 standardmäßig mit deaktivierten Sicherheitsoptionen ausgeliefert und auch angreifbare (wenn auch nützliche) Dienste waren aktiviert. Im Juni 2005 hat Bruce Schneiers Counterpane Internet Security berichtet, dass sie mehr als 1000 neue Viren und Würmer für Windows-Systeme in den letzten sechs Monaten gesichtet hätten.

Um die Jahrtausendwende gab Microsoft bekannt, dass dem Thema Sicherheit fortan höchste Bedeutung zugemessen werde. Das dringend benötigte System für automatische Updates wurde erstmals mit Windows 2000 eingeführt. Das Ergebnis war, dass das Service Pack 2 für Windows XP und das Service Pack 1 für Windows Server 2003 sehr viel schneller von den Kunden installiert wurden, als das bei früheren Aktualisierungen der Fall war. Microsoft verteilt Sicherheitspatches über sein Windows Update System normalerweise einmal im Monat im Rahmen des sogenannten Patch Days.

Spätestens seit dem in den Medien sehr präsenten Computerwurm W32.Blaster und seinen Derivaten im Jahr 2003 hat Microsoft bei Windows Vista den zentralen Fokus auf die Internet-Sicherheit gelegt. Außerdem wurden große Teile des Codes, der durch die ungewollte Veröffentlichung eines Teils des Sourcecodes von Windows 2000 bekannt wurde, ausgetauscht. Das hatte zum Erfolg, dass bei Vista nach seiner Einführung deutlich weniger Sicherheitslücken aufgedeckt wurden als bei Windows XP. Die zusätzliche Sicherheit wird vor allem auf die neu entwickelte Benutzerkontensteuerung zurückgeführt, die jedoch auch Einschränkungen beim Bedienkomfort nach sich zieht. Zudem wurden auch in der Benutzerkontensteuerung bereits Sicherheitslücken entdeckt, die von Schadprogrammen ausgenutzt werden könnten.

Mit Windows 7 sind die Sicherheitsprobleme weiter zurückgegangen. Wegen der deutlichen Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen weichen Angreifer inzwischen verstärkt auf Schwachstellen in Drittprogrammen aus.

Sicherheitsanalysen von Drittparteien

Eine Studie von Kevin Mitnick und der Agentur Avantgarde.com aus dem Jahre 2004 führte zu dem Ergebnis, dass ein ungeschütztes Windows-XP-System ohne Sicherheitsaktualisierungen mit deaktivierter Firewall im Internet durchschnittlich nach vier Minuten von einer Infektion befallen wurde

Software

Standardmäßig unterstützt das Betriebssystem Programme für die eigene Windows-Plattform, sowie seit Windows Vista auch standardmäßig .NET-Programme. Windows-Laufzeitumgebungen für Java werden sowohl von Microsoft und Sun Microsystems als auch von anderen Anbietern angeboten. Bei einigen Ausgaben der Windows-Versionen mit NT-Kernel ist zwar auch das POSIX-Subsystem enthalten, dieses ist aber in der Praxis bedeutungslos, da wichtige POSIX-Elemente wie symbolische Links und eine POSIX-kompatible Shell fehlen. POSIX-kompatible Anwendungen können oft gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand auf Windows-Betriebssysteme portiert werden. Mit Cygwin existiert jedoch eine Abstraktionsschicht, die es ermöglicht, die meisten im Quelltext verfügbaren Unix- und Linux-Programme praktisch unverändert auch unter Windows kompilieren und ausführen zu können. Binärkompatibel sind die Programme allerdings nicht.

Kernel-Mode-Treiber für Windows Vista in der 64-Bit-Version müssen signiert sein, um beim Systemstart automatisch geladen werden zu können. Diese Signierung ist für die Hardwarehersteller allerdings kostenpflichtig. Manche der mit Windows ausgelieferten Zusatzprogramme wie z. B. der Webbrowser werden in der Regel so tief in das System integriert, dass ein Auswechseln dieser Komponenten erschwert wird.

Plattform

Microsoft ist mit dem Betriebssystem Windows vor allem deshalb Marktführer, weil sie mit der Windows-Plattform einen Lock-in-Effekt erzeugen, also einen Betriebssystemwechsel aufgrund von Kompatibilitätsproblemen unattraktiv machen.

“The logical conclusion of this is that if you’re trying to sell operating systems, the most important thing to do is make software developers want to develop software for your operating system.” „Der logische Schluss daraus ist, dass das Wichtigste ist, wenn man Betriebssysteme verkaufen möchte, Softwarentwickler dazu zu bewegen, Software für das eigene Betriebssystem programmieren zu wollen.“ – Joel Spolsky: How Microsoft Lost the API War

“The big value of Windows is the fact that it’s old technology that runs everyone’s apps. If we came out with an operating system that looked like Windows but couldn’t run your Windows apps, it wouldn’t be Windows. Nobody would want it.” „Der große Mehrwert von Windows ist die Tatsache, dass es eine alte Technologie ist, auf der Anwendungen von jedem laufen. Wenn wir ein Betriebssystem auf den Markt bringen würden, welches nach Windows aussieht, aber nicht Windows-Anwendungen ausführen könnte, wäre es nicht Windows. Niemand würde es wollen.“ – Mark Russinovich: Inside Windows 7: The Mark Russinovich Interview


Kontroverse um mitgelieferte Anwendungen

In älteren Windows-Versionen waren einige Komponenten so in das System integriert, dass sie für den Benutzer nicht mehr trennbar waren und laut Microsoft auch überhaupt nicht mehr getrennt werden konnten. Diese Integration stellt in Anbetracht der marktbeherrschenden Stellung des Betriebssystems einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Herstellern alternativer Komponenten dar. Dieser Kritikpunkt betraf vor allem den Webbrowser (Internet Explorer), aber auch den Media Player oder den Windows-Explorer. Microsoft argumentiert, dass diese Programme heutzutage keine Spezialanforderungen mehr bedienten, sondern derart in den Bereich allgemeinen Interesses gerückt seien, dass sie ihre Existenzberechtigung als integrierte Komponenten des Betriebssystems hätten. In der Tat findet sich auch kaum ein Betriebssystem, das nicht ebenfalls diese Anwendungen integriert hat. Seit Windows XP (danach auch im Service Pack 3 für Windows 2000) stellt Microsoft Funktionen zur Verfügung, mit denen der Benutzer seine Standard-Programme abweichend von den voreingestellten mitgelieferten Programmen festlegen kann.

Die Monopolstellung hat mit dazu beigetragen, dass freie Entwickler derzeit versuchen, mit ReactOS ein zu Windows binärkompatibles Betriebssystem zu entwickeln. Es soll den Benutzern ermöglichen, ein freies alternatives Betriebssystem zu verwenden, das im Gegensatz zu Linux dieselben Geräte und Anwendungen unterstützt

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