Unix

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UNIX wurde im August 1969 von Bell Laboratories zur Unterstützung der Softwareentwicklung entwickelt.

Unix steht heutzutage allgemein für Betriebssysteme, die entweder ihren Ursprung im Unixsystem von AT&T (ursprünglich Bell Laboratories) der 1970er haben oder dessen Konzepte implementieren. UNIX ist eine eingetragene Marke der Open Group.

Einige Systeme wie GNU, Linux oder QNX sind im historischen Sinne keine Unixderivate, da sie nicht auf dem ursprünglichen Unixquelltext basieren, sondern separat entwickelt wurden. Sie sind jedoch trotzdem unixoide Systeme, da sie die für Unix typischen Betriebssystemfunktionen implementieren. Einen Sonderfall stellt BSD dar, das zwar ursprünglich auf Bell-Labs-Quelltexten beruhte, seit Mitte der 1990er jedoch von einer losen Gemeinschaft von Programmierern vollständig umgeschrieben wurde, so dass es mittlerweile frei von dem ursprünglichen, urheberrechtlich geschützten Programmcode ist.

Das Betriebssystem UNIX

Im Prinzip liefert das Betriebssystem eine hardwareunabhängige Schnittstelle zum Rechner. Dennoch sind Betriebssysteme von den Stärken und Schwächen oder von besonderen Fähigkeiten spezieller CPUs beeinflusst. So sind Betriebssysteme wie MS-DOS, Windows 9x, Windows 2000 und Windows XP nur auf Rechnern einer Bauart (x86 Architektur) verfügbar, während andere Betriebssysteme wie UNIX und Windows NT auf vielen Hardware-Plattformen (darunter ebenfalls die x86-Architektur) verfügbar sind.

Auf Workstations und im wissenschaftlichen Umfeld dominiert seit Anfang der 80iger Jahre das Betriebssystem UNIX. Auf PCs gewinnt der frei erhältliche UNIX-Abkömmling LINUX immer mehr an Bedeutung. Aufgrund der weiten Verbreitung von UNIX (und LINUX) untersuchen wir hier exemplarisch die wichtigsten Merkmale dieses Betriebssystems.

Das UNIX-Dateisystem

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Wie wir bereits gesehen haben, befindet sich unter den elementarsten Diensten jedes Betriebssystems die Dateiverwaltung. Dateien müssen erzeugt, verändert, abgespeichert, umbenannt und gelöscht werden. Ferner muß der zugang zu Ihnen den anderen Benutzern des Rechners ermöglicht oder verweigert werden. Das UNIX-System hat für viele spätere Systeme in diesem Bereich Maßstäbe gesetzt und ist auf Workstations zum de-facto-Standard geworden.

Das UNIX-Dateisystem ist als Baum organisiert. Die Dateisysteme der einzelnen Benutzer sind Unterbäume des globalen Dateibaumes. Die Wurzel dieses Baumes ist das so genannte root-Verzeichnis. Dieses wird mit einem Schrägstrich "/" abgekürzt. Die inneren Knoten sind Unterverzeichnisse, die Blätter sind die eigentlichen Dateien. In UNIX zählt man auch die Verzeichnisse zu den Dateien.

Schließlich werden auch Geräte (Drucker, Terminals, Platten, Maus) logisch wie Dateien behandelt (sog. special files):

Will man etwas auf den Bildschirm ausgeben, schreibt man einfach in die zugeordnete Datei. In diese Datei kann man nur schreiben. Will man eine Tastatur-Eingabe verarbeiten, liest man die der Tastatur zugeordnete Datei. Aus dieser Datei kann man nur lesen. Löscht man diese Dateien, so kann man das zugehörige Gerät nicht mehr ansprechen.

Diese Philosophie hat den Vorteil der Einfachheit. Wenn der Benutzer weiß, wie er ein Datum in eine Datei schreibt, weiß er auch, wie er es druckt!

Für die Organisation des UNIX-Dateibaums haben sich gewisse Konventionen eingebürgert. Unter den Kind-Knoten des Wurzelverzeichnisses befinden sich meist einige Unterverzeichnisse mit folgender Bedeutung:

  • bin : Systemdateien (binär)
  • dev : Gerätedateien (devices)
  • lib : Bibliotheken (libraries)
  • usr : Benutzerdateien (user)
  • etc : Sonstige Systemdateien

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UNIX ist ein Mehrbenutzersystem. Das Dateisystem jedes Benutzers ist ein Unterbaum des globalen Dateisystems, meist direkt unter dem Verzeichnis usr angehängt. Die Wurzel dieses Benutzer-Dateibaumes heißt auch home directory des Benutzers.