Kabel Deutschland

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Kabel Deutschland (KD) ist ein börsennotierter Kabelnetzbetreiber in Deutschland und hat seinen Sitz in Unterföhring. Die Vodafone Group ist der größte Aktionär und zudem seit dem 1. April 2014 der Mutterkonzern von Kabel Deutschland.

Das im MDAX notierte Unternehmen betreibt das größte Kabelnetz in Deutschland und versorgt rund 8,3 Millionen Haushalte mit Kabelanschlüssen in allen Bundesländern mit Ausnahme von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Mit den Kabelfernsehanschlüsse werden Angebote für hochauflösendes (HD) und digitales (SD) sowie analoges Fernsehen vertrieben, sowie Video-on-Demand und Pay-TV-Angebote. Über den Kabelanschluss bietet das Unternehmen Breitband-Internet-Anschlüsse (bis zu 200 Mbit/s), WLAN-Dienste und Festnetz-Telefonanschlüsse über Breitbandkabel (Next Generation Network; NGN) an. Über einen Partner werden auch Mobilfunk-Dienste angeboten.

Geschichte

  • Das Breitbandkabelnetz in Deutschland wurde ab Anfang der 1980er-Jahre von der Deutschen Bundespost aufgebaut und betrieben. Zur Vorbereitung eines *durch regulatorische Vorgaben erzwungenen späteren Verkaufs gliederte die Deutsche Telekom Ende 1999 den gesamten Bereich Breitbandkabelnetze aus ihrem Unternehmen in die neu geschaffene Gesellschaft Kabel Deutschland GmbH (KDG) aus.
  • Die KDG übernahm die operative Führung des Kabelgeschäfts. In der Folge wurde das Unternehmen in neun eigenständige Regionalgesellschaften aufgeteilt. Diese Regionalgesellschaften sollten einzeln an Investoren verkauft werden. Die Abwicklung des Verkaufs übernahm der ehemals für das Telekommunikationsgeschäft der Bundespost verantwortliche Ministerialdirektor Franz Arnold.
  • Zuerst verkaufte die Deutsche Telekom im Februar 2000 die Kabelnetze der Kabel NRW in Nordrhein-Westfalen an den amerikanischen Investor Richard Callahan. Als zweite Region wurde die Kabel Hessen an eine Investorengruppe unter der Führung von Gary Klesch verkauft. Im September 2001 erwarb Callahan die Kabelnetze der Kabel BW in Baden-Württemberg. So entstanden die (später so neu benannten) regionalen Kabelgesellschaften ish (NRW), iesy (Hessen) und Kabel BW (Baden-Württemberg). Im Juni 2007 wurden ish und iesy unter der einheitlichen Marke Unitymedia zusammengelegt und bieten nunmehr ein gemeinsames Produktportfolio an.
  • Nachdem im Februar 2002 der Verkauf der verbliebenen sechs Gesellschaften an Liberty Media vom Bundeskartellamt untersagt worden war, erwarb im März 2003 eine Investorengruppe aus Apax Partners, Providence Equity Partners und Goldman Sachs Capital Partners die sechs Regionalgesellschaften und bündelte sie in der Kabel Deutschland Gruppe.
  • 2002 waren rund 2400 Mitarbeiter beschäftigt und erzielten einen Umsatz von rund einer Mrd. Euro bei rund 10 Millionen Kunden.
  • Im Dezember 2003 startete Kabel Deutschland in Berlin mit „Kabel Internet“ ein Pilotprojekt für den breitbandigen Internetzugang über das Fernsehkabel. Im Jahre 2004 folgten vier weitere Städte: Leipzig, Bayreuth, München und Saarbrücken. Ende 2004 wurde der Regelbetrieb aufgenommen und mit der bundesweiten Bereitstellung von Kabel Internet begonnen.
  • Im Januar 2004 verlegte Kabel Deutschland seinen Unternehmenssitz von Bonn und Berlin nach Unterföhring. Im April 2004 brachte Kabel Deutschland mit Kabel Digital BASIC und Kabel Digital BASIC Plus zwei digitale Programmpakete für deutschsprachige Abonnenten auf den Markt. Das Startpaket Kabel Digital BASIC enthielt eine Kombination von PREMIERE Start sowie 45 digitalen Radioprogrammen und bietet darüber hinaus Zugang zu den TV-auf-Abruf-Angeboten PREMIERE Direkt und PREMIERE Erotik. Kabel Digital BASIC Plus umfasste sieben Spartensender E! Entertainment Television, Fashion TV, Kinowelt, Meteos TV, Motors TV, Planet und Trace.TV. Kunden konnten den Kabel-Digital-Receiver DC220KKD des britischen Herstellers Pace für 99,00 Euro erwerben. Am 27. Juli 2004 hat zudem die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM) den elektronischen Programmführer (EPG) von Kabel Deutschland freigegeben.
  • Im September 2004 startete Kabel Deutschland das Programmpaket Kabel Digital HOME mit anfangs zunächst 20 zusätzlichen Programmen, darunter 13th Street Universal und Sci Fi Channel
  • Im Februar 2006 übernahm die Investmentgesellschaft Providence Equity Partners die Anteile der bisherigen Mitgesellschafter Apax und Goldman Sachs Capital Partners und hielt danach mehr als 95 Prozent der Anteile. Im März 2010 erfolgte der Börsengang in Frankfurt, insgesamt wurden etwa 34,5 Mio. Aktien ausgegeben und dadurch rund 760 Mio. € eingespielt.[5] Am 21. Juni 2010 wurde Kabel Deutschland in den MDAX aufgenommen.
  • Im Mai 2012 bestätigte Kabel Deutschland, den Kabelanbieter Tele Columbus für 603 Millionen Euro übernehmen zu wollen. Tele Columbus mit Sitz in Berlin hat rund 1,7 Millionen Kunden. Das Bundeskartellamt stellte aber zu hohe Auflagen, weshalb die Übernahme im Februar 2013 abgesagt wurde.
  • Zum 30. Juni 2012 stieg die Zahl der Abonnenten des Unternehmens auf rund 13,7 Millionen, darunter machten ein Drittel der Abos die Kombidienste aus Kabelfernsehen, Internet und Telefon aus.
  • Im Juni 2013 gab der britische Vodafone-Konzern bekannt, dass er den Aktionären von Kabel Deutschland ein Übernahmeangebot vorlegen wolle. Das Vorhaben fand die notwendige Resonanz von 75 Prozent und wurde im September 2013 von der EU-Kommission genehmigt. Vodafone gab am 14. Oktober 2013 offiziell bekannt, dass man 76,6 Prozent des Aktienkapitals erworben habe. Der Kaufpreis habe 10,7 Milliarden Euro betragen.
  • Seit dem 1. April 2014 besteht zwischen Vodafone und der Kabel Deutschland ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Kabel Deutschland verliert somit die Unabhängigkeit und ist nun eine Tochter von Vodafone geworden. Beide Marken und Unternehmen bleiben zunächst unabhängig voneinander bestehen und werden vorerst weitergeführt. Laut einer gemeinsamen Internetseite werden bald die Produkte des jeweils anderen Unternehmens in dessen eigenen Shops verfügbar sein und die Netze allmählich Stück für Stück zusammenwachsen, um Synergieeffekte zu schaffen.[9] Vodafone kündigte an, die Marke Kabel Deutschland langfristig nicht mehr gegenüber Endkunden zu verwenden.
  • Für Kabel Deutschland schlägt die letzte Stunde. Noch in diesem Jahr möchte der Mutterkonzern Vodafone die Marke zu Grabe tragen und auch die Kabelanschlüsse künftig unter dem eigenen Namen vermarkten.

Flächendeckung

Die KD ist mit ihren sechs Regionen in insgesamt 13 Bundesländern als Anbieter von Produkten über das Kabelnetz vertreten. Von den 15,3 Millionen anschließbaren Haushalten (Homes passed) sind gegenwärtig 8,7 Millionen angeschlossen (Homes connected). Von diesen Kunden werden nur rund ein Drittel direkt versorgt, die anderen zwei Drittel der Kunden werden über andere Netzebene-4-Betreiber und Wohnungswirtschaftsunternehmen versorgt.

Das Netz der KD ist im Gegensatz zu Unitymedia Kabel BW kein zusammenhängendes Netz, sondern besteht aus vielen kleineren Kabelinseln. Das TV-Signal wurde zum Stichtag 31. März 2011 an 882 Stellen, den sogenannten Kabelkopfstellen, in das Netz eingespeist.

Allerdings wird an einem zusammenhängenden Netz gearbeitet, an welches der Großteil der Kopfstellen angeschlossen wird. Damit wird es möglich sein, die Satelliten-Zuführung weitestgehend einzustellen und alle Programme über das zusammenhängende Glasfasernetz zu verbreiten.

Das Ziel von Kabel Deutschland ist es nach eigenen Angaben, ein möglichst deutschlandweit flächendeckendes Netz zu betreiben. Das Bundeskartellamt verhinderte jedoch die Aufkäufe von Konkurrenten der Netzebene 3 und somit ein bundesweites Angebot der KD in diesem Segment. Die Übernahme-Verbote wurden am 7. Oktober 2004 für ish (Dienstleister für Nordrhein-Westfalen), iesy (Dienstleister für Hessen) und Kabel BW (Dienstleister für Baden-Württemberg) ausgesprochen. Kabel Deutschland hatte für diese Aufkäufe insgesamt 2,7 Milliarden Euro eingeplant, nach erfolgreichem Kauf wären 17 Millionen von insgesamt 22 Millionen direkten Kabelanschlüssen in Deutschland versorgt worden. Zurzeit versucht die KD durch Aufkäufe in der Netzebene 4, die Anzahl der von ihr versorgten Wohnungen zu erhöhen und einen direkten Zugang zum Endkunden zu erhalten.

Technische Voraussetzungen

Beispiel einer Multimediadose

Das Unternehmen stellt hierzu folgende Komponenten zur Verfügung:

  • eine Multimediadose (MMD) mit drei Anschlüssen für Fernsehen, Radio und Datenkommunikation oder einen entsprechenden Adapter.
  • für Internet & Telefon: ein spezielles Kabelmodem (bspw. FRITZ!Box 6490 Cable), das die Verbindung vom Computer zu Kabelnetz und Internet herstellt sowie ggf. einen MTA (Multimedia Terminal Adapter), der das Telefonieren über das Fernsehkabel ermöglicht. Dieser ist bereits heute in einem Kabelmodem integriert.
  • für Digitalfernsehen DVB-C je nach Produkt (bspw. für HD-Programmangebote): entweder ein Video-on-Demand-fähiger HD-Receiver, ein kabeltauglicher Digitaler HD-Video-Recorder (HD-DVR), ein CI+ Modul oder ein kabeltauglicher Digitalreceiver (ggf. im Fernsehgerät bereits integriert) sowie eine Smartcard zum Entschlüsseln der digitalen Signale der privaten Programme sowie Pay-TV-Angeboten der Fernsehstationen.

Analoges Kabelfernsehen

Kabel Deutschland (KD) bietet Fernsehübertragung über PAL und DVB-C an (Antennenkabel). Das neue für Triple Play an einer einzigen Dose geeignete IPTV wird nicht unterstützt.

Der analoge Kabelanschluss von Kabel Deutschland bietet bis zu 34 Free-TV-Sender und bis zu 36 frei empfangbare analoge Radiosender an. Diese sind im Fernsehanschlusspreis bereits enthalten und unverschlüsselt empfangbar. Die Programme werden meist durch Werbung oder Rundfunkgebühren finanziert.

Digitales Fernsehen

Der erste seit 2004 von Kabel Deutschland angebotene Kabel-Digital-Receiver DC220KKD des britischen Herstellers Pace
Die Rückseite des Kabel-Digital-Receivers DC220KKD mit erkennbaren Anschlüssen
Von 2007 bis 2010 wurde der Receiver Humax DVR-9900C eingesetzt
Der HD-DVR (mit integriertem HD-Receiver) RCI88-320 KDG von Sagemcom Broadband SAS

Neben der Versorgung der Kabelkunden mit analogen TV-Programmen betreibt Kabel Deutschland die technische Plattform für das digitale Fernsehen über DVB-C. Der SD-Empfang von Standard Definition Television (SDTV) umfasst bis zu 100 TV-Programme und bis zu 70 digitale Radioprogramme. Die drei öffentlich-rechtlichen HD-Programme Das Erste HD, ZDF HD und ARTE HD sowie die Shopping-Sender QVC HD, HSE24 HD sind auch bei einem vorhandenen HD-Receiver auch ohne HD-Paket frei empfangbar.

Kabel Deutschland bietet zudem acht zubuchbare Fremdsprachenpakete mit aktuellen Nachrichten, Sport, Filmen, Serien sowie Shows und Unterhaltung an. Die Pakete sind als Zusatzoption zu allen bestehenden Programmpaketen in den Sprachen Englisch, Türkisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch erhältlich.

Kabel Digital Free

Kabel Digital Free ist das grundverschlüsselte Fernsehangebot von KDG. Der Name "digital free" bezieht sich auf verschiedene "Free-to-Air" Programme.

Das unverschlüsselte und kostenlose digitale TV-Angebot besteht aus den gebührenfinanzierten Digitalsendern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: ARD digital (24 TV-Sender und 62 Radiosender) und ZDFvision (5 TV-Sender und 3 Radiosender). Diese werden überall eingespeist und es fallen keine weiteren Kosten an. Den HDTV-Sendern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wurde die Einspeisung durch Kabel Deutschland anfangs verweigert. Seit Februar 2010 sind auch die drei HD-Sender ARD HD, ZDF HD und arte HD im Kabelnetz zu empfangen. Die 10 zusätzlichen neuen HD-Sender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die am 1. Mai 2012 ihren Sendebetrieb aufnahmen, sind bis heute (Stand 24. Mai 2012) noch nicht eingespeist.

Voraussetzung für das Digitalfernsehen (Pay-TV) von Kabel Deutschland wird ein DVB-C-konformes und von Kabel Deutschland zertifiziertes Fernsehgerät (siehe auch IDTV) oder eine Settopbox (DVB-C-Receiver) zum Digital-Fernsehen mit einem Analog-Fernseher benötigt. Im Oktober 2011 wurde ein neuer HD-Zapper DCI85HD KD - ebenfalls von Sagemcom - eingeführt. Insgesamt galten im September 2010 etwa 47 DVB-C-Receiver als zertifiziert

Kabel Digital Home

Kabel Digital ist das grundverschlüsselte Basis-Fernsehangebot für Digitalfernsehen und kostet seit Juli 2006 zusätzlich 2,90 Euro pro Monat für Kabelanschlussbesitzer (Stand Juni 2012, Preis ohne Receiver). Eine Verrechnung über die Mietenebenkosten ist ebenfalls möglich.

Das Programmangebot Kabel Digital umfasst den Empfang von bis zu 100 digitalen Fernsehsender und zusätzlich bis zu 70 digitale Radiosender. Voraussetzung hierfür ist ein Anschluss an das von Kabel Deutschland modernisierte Breitbandkabelnetz und ein auf 862 MHz aufgerüstetes Hausnetz. Sofern eine dieser Voraussetzungen nicht zutrifft, sind 76 digitale Free-TV-Sender empfangbar. Neben den Digitalprogrammen sind auch weiterhin bis zu 32 analoge Sender empfangbar. Optional besteht die Möglichkeit der Buchung von Privat HD-Sender mit zusätzlich 3,00 Euro monatlich. Bei den drei Kabel HD-Paketen sind die Privat HD-Sender kostenlos enthalten.

Seit 2006 erhielten sowohl Einzel- wie auch Mehrnutzervertragskunden eine Smartcard mit zeitlich unbegrenzter Freischaltung für einmalig 14,90 Euro. Bei Nutzung des Pakets „Digitaler Kabelanschluss“ für 17,90 Euro ist das Paket „Kabel Digital“ bereits enthalten.[13] Der Name „Digital Free“ bezieht sich auf die verschiedenen „Free-To-Air“-Programme, die Teil des verschlüsselten Pakets sind. Es wird auch unter dem Namen „digitaler Empfang“ verkauft. Kabel Deutschland bietet ab 69,- Euro verschiedene Produkte[14] an, in denen die zu beantragende Smartcard, zur Freischaltung der Sender, betrieben werden kann. Aktuell ist das eine D09-Karte. Wenn man noch eine D-Box2 besitzt, erhält man dafür eine D02-Karte.

Kabel Digital umfasst 2012 und je nach regionalen technischen Voraussetzungen folgende frei empfangbare TV-Sender

Kabel Digital HOME ist das digitale Abo-TV-Paket von Kabel Deutschland.

Kabel Premium Extra

Zusätzlich zu den Premium-Paketen Kabel Premium HD und Kabel Komfort Premium HD, aber nicht zum Paket Kabel Komfort HD, können über 20 weitere digitale Abo-TV-Sender (ohne Werbeunterbrechung) als Zusatzoption für 5 Euro monatlich zugebucht werden. Im Paket Kabel Premium Extra sind keine HD-Sender enthalten.

Kabel Digital HD

Das aus der ursprünglichen „Grundverschlüsselung“ hervorgegangene Basispaket des Bezahlangebotes trägt seit April 2013 den Namen „Kabel Digital HD“.

Dieses Paket beinhaltet einige wenige sehr kleine deutschsprachige Privatsender in SD-Qualität, die HD-Versionen von 13 deutschsprachigen Privatsendern sowie eine Reihe internationaler Sender. Dazu kommt eine geringe Zahl Radiosender.

Für den Empfang können vorhandene Endgeräte zum Empfang genutzt werden oder zusätzlich ein HD-Receiver oder ein CI+ (CI Plus)-Modul für geeignete HDTV-Fernseher zur Nutzung hinzugebucht oder gekauft werden.

Zu den Paketen Kabel Digital HD und Kabel Komfort HD bekommt jeder Neukunde automatisch für die ersten drei Monate das Paket Premium HD (mit 16 Abo-TV-Sendern in HD) gratis dazu, danach kostet es zusätzlich 10 Euro monatlich und ist innerhalb von vier Wochen kündbar.

Kabel Komfort HD

Das Paket Kabel Komfort HD beinhaltet die gleichen Sender wie Kabel Digital HD, darüber hinaus ist in dem Paket ein digitaler HD-Video-Recorder (HD-Receiver integriert), ausgerüstet mit einer 320 GB-Festplatte für zeitversetztes Fernsehen (Time-Shift) und Parallel-Aufnahmen von bis zu drei Programmen sowie ein optionaler Zugang zum Angebot Select Video. Der digitale HD-Videorecorder ist über die seit Mai 2012 in den Tarifen enthaltene Software des Kabel Deutschland Programm Managers jederzeit aus dem Internet online programmierbar.

Kabel Digital International

Kabel Deutschland bietet neun verschiedene Fremdsprachenpakete mit aktuellen Nachrichten, Sport, Filmen, Serien sowie Shows und Unterhaltung. Die Pakete sind in den Sprachen Englisch, Türkisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch erhältlich.

Select Video (ehemals Select Kino und redXclub)

Der Pay-per-View-Dienst („Film auf Abruf“) Select Kino und redXclub bot Filmtitel zum Bestellen per Internet, Telefon und SMS an. Ein Abonnement war nicht erforderlich. redXclub bot mit den Diensten redXclub Movies und redXclub Special Erotikfilme auf Abruf an. Jeder Film kostete sechs Euro und es bestand auch hier kein Abonnement. Select-Kino-Kanäle waren nach der Kanalumbelegung, im Zuge des Einspeisens des flächendeckenden öffentlich-rechtlichen HD-Fernsehens, nur noch in ausgebauten Hausnetzen über 470 MHz empfangbar. Beide Dienste Select Kino und redXclub wurden zum 31. August 2011 eingestellt bzw. in das Nachfolgeangebot Select Video eingebunden.

Seit März 2011 wird das Video-on-Demand-Angebot Select Video schrittweise eingeführt. Filme, Serien und TV-Sendungen und diverse Gratisinhalte (CatchUps) verschiedener Free- und Pay-TV-Sender.können unabhängig von einer Sendezeit abgerufen werden. Verfügbar ist der Dienst im Juni 2012 erst für Kabelkunden in Berlin, Hamburg, München, Rostock und Wismar. Für die Nutzung des Dienstes ist ein digitaler HD-Receiver oder ein HD-Video-Recorder mit WLAN-Adapter und ein Internetanschluss (IP) mit mindestens 6.000 KBit nötig. Über das Internet wird aber nur die Anzeige des Filmkatalogs und Befehle wie Vor- und Zurückspulen realisiert. Die Übertragung erfolgt wie beim normalen Fernsehprogramm über das Kabelnetz (DVB-C).

Rund die Hälfte aller Spielfilme können bei Select Video wahlweise auch in der Originalversion angeschaut werden. Inhalte kosten zwischen 0,99 Euro bis zu 6 Euro und werden über die Kabelabrechnung beglichen. 2011 waren rund 2.500 Stunden Programm auf Abruf wählbar, davon standen rund 60 Prozent der verfügbaren Inhalte auch einer HD-Auflösung zur Verfügung.

Digitale Programmbelegung

Liste der digitalen Programme von KDG

Sender Übersicht

Kabel Komfort HD

Kabel Komfort HD ist das Einstiegspaket für Digitalfernsehen mit HD-Sendern. Es umfasst neben den drei HD-Sendern im Free-TV (Das Erste, ZDF und arte) auch kostenlos das Privat HD-Paket mit 13 Privatsendern. Das Programmangebot kann regional unterschiedlich variieren.

Im Paket ist ein digitaler HD-Video-Recorder (HD-Receiver integriert), ausgerüstet mit einer 320 GB-Festplatte für zeitversetztes Fernsehen (Time-Shift) und Parallel-Aufnahmen von bis zu drei Programmen sowie ein optionaler Zugang zum Angebot Select Video. Seit 2007 bietet Kabel Deutschland HD-Receiver mit Festplatten an. Anfangs das Modell Humax DVR-9900C mit integrierter 160-GB-Festplatte. Von 2009 bis 2010 auch das Nachfolgemodell Humax DVR-9950 C mit einer größeren integrierten Festplatte mit 320 GB und seit Herbst 2010 den digitalen HD-Video-Rekorder (HD-DVR) RCI88-320 KDG von Sagemcom Broadband SAS mit 320 GB-Festplatte. Seit Juli 2012 ist das Nachfolgemodell als Leihgabe erhältlich, der HD-DVR XL RCI88-1000 von Sagemcom Broadband SAS mit 1-Terabyte-Festplatte für 50,00 Euro für Neukunden und 99,90 Euro für Bestandskunden oder gegebenenfalls kostenlos das 320 GB Vorgängermodell. Der digitale HD-Video-Recorder ist über die seit Mai 2012 kostenlos verfügbare Software des Kabel Deutschland Programm Managers jederzeit aus dem Internet online programmierbar.

Zum Paket Kabel Komfort HD bekommt jeder Neukunde automatisch für die ersten drei Monate das Paket Premium HD (mit 14 Abo-TV-Sendern in HD) gratis dazu, danach kostet es zusätzlich 10 Euro monatlich und ist innerhalb von 4 Wochen kündbar.

Kabel Privat HD

Kabel Privat HD umfasst derzeit bis zu 13 HD-Sender des Privatfernsehens und sind in allen HD-Paketen kostenlos enthalten. Auch alle Kabelanschluss-Neukunden erhalten ab dem Enstiegsangebot Kabelanschluss HD die Privat-HD-Sender kostenlos dazu.

Da es im Zuge der Aufschaltung der RTL-HD-Sender im Netz von Kabel Deutschland immer wieder zu vielen Fragen gekommen ist, möchten wir gern versuchen, die wichtigsten Punkte und Tücken beim Empfang zu klären.

Zuerst einmal ist Voraussetzung, dass die Kabeloffensive im entsprechenden Kabelnetz bereits durchgeführt wurde. Vorher werden die Sender nicht eingespeist (ebenso wie QVC HD, HSE24 HD und RTL Living). Wann das „eigene“ Kabelnetz an der Reihe ist, kann im Helpdesk entweder unter der jeweiligen Belegung oder aber über die Extraseite zur Kabeloffensive erfahren werden. Erst an diesem Tag sind die Sender entweder automatisch oder über einen Programmsuchlauf (hängt vom jewiligen Receiver ab) in der Senderliste.

Kunden, die bereits eine Freischaltung für das Programmpaket „Privat HD“ haben (u.a. Sat.1 HD, ProSieben HD), erhalten eine automatische Freischaltung der neuen HD-Sender der RTL-Gruppe. Dies gilt jedoch nicht für alle Kunden, denn zur Entschlüsselung sind nicht sämtliche, derzeit im Umlauf befindliche Geräte geeignet.

Grundsätzlich muss der Receiver bzw. der Fernseher einen HDTV-tauglichen Kabeltuner haben. Einige Kabelreceiver und CI-Module (für den jeweiligen CI+-Schacht am Fernseher oder Receiver) unterstützen jedoch nicht sämtliche Smartcard-Typen. Hier kommt es zu einer weiteren Einschränkung, denn die Sender der RTL-Gruppe werden nur auf den folgenden Smartcards freigeschaltet:

  • D03
  • D08
  • G02
  • G09

Welchen Smartcard-Typen man selbst im Einsatz hat, ist ganz einfach heraus zu finden: Einfach die Smartcard aus dem CI-Modul bzw. dem Receiver entnehmen und an der Seite ist ein entsprechender Vermerk mit den obigen Bezeichnungen zu finden. Sofern die Smartcard einen Auftruck mit D02 oder D09 hat, ist die Entschlüsselung technisch zur Zeit nicht möglich. Man kann bei Kabel Deutschland einen Smartcard-Tausch beantragen (hier gibt es unterschiedliche Aussagen, ob dieser kostenfrei oder kostenpflichtig ist), sofern der Receiver die „RTL-fähigen“ Smartcards unterstützt. Nach unserem derzeitigen Stand sind dazu folgende Receiver in der Lage, die jeweils genannten Smartcards lesen zu können:

  • Humax NA-HD 2000c (D03/D08) -> ggf. ist ein Softwareupdate per USB-Stick erforderlich, der bei Kabel Deutschland angefordert werden muss
  • Humax S HD 3 (G02/G09)
  • Sagemcom RCI88-320/1000 (G02/G09)
  • Sagemcom DCI 85 HD KD (D03/D08) und (G02/G09)
  • Samsung SMT-7200 (G02/G09)
  • Pace S HD 501c (G02/G09)
  • KDG CI+ Modul (G02/G09)
  • CI+ Modul Nagra (D03/D08)
  • Humax iCord Cable (D03/D08)

Andere Receiver (wie z.B. die Philips HD-Receiver oder der Humax HD1000C), ebenso wie CI-Module (ohne das „+“!, wie z.B. das Alphacrypt-Modul), können die „RTL-fähigen“ Smartcards nicht lesen, eine Freischaltung ist daher nicht möglich. CI+-Module funktionieren auch nur in Geräten mit einem CI+-Schacht! TV-Geräte mit einem CI-Schacht, können die erforderlichen CI+-Module nicht für nutzen! Kunden, die diese Geräte im Einsatz haben, können nur bei Kabel Deutschland anfragen, ob es ein günstiges Angebot für einen Leihreceiver oder ein Leihmodul gibt, oder alternativ einen neuen Receiver bzw. ein neues CI+-Modul kaufen.

Grundverschlüsselung

Kabel Deutschland hat für die digital ausgestrahlten Programme ursprünglich eine Verschlüsselung eingerichtet, bei der sämtliche Sender – auch rein werbefinanzierte – verschlüsselt werden und nur durch eine wiederkehrend kostenpflichtige Smartcard für jedes einzelne Empfangsgerät empfangen werden können. Bezeichnet wird das Ganze als Grundverschlüsselung, wobei es sich jedoch eigentlich um ein System handelt, bei dem per Satellit ausgestrahlte Programme aufgrund von Senderechten nur in einzelnen Ländern empfangbar sein sollen – hierbei werden entsprechende Smartcards gegen einmalige Kosten abgegeben.

Bereits seit der Anfangszeit wurde dieses System jedoch dadurch geschwächt, dass sämtliche öffentlich-rechtlichen Sender ohne eine solche Einschränkung eingespeist werden müssen. Ende 2012 verpflichteten sich darüber hinaus im Zuge einer Entscheidung des Bundeskartellamtes die beiden großen Medienkonzerne RTL Group und ProSiebenSat.1 Media AG, ihre Programme in SD-Qualität mindestens 10 Jahre lang unverschlüsselt verfügbar zu machen. Verbraucherschützer übten zudem massive Kritik an der Grundverschlüsselung für private Digitalsender, die Kabel Deutschland als einziger Kabelnetzbetreiber bis zum 3. April 2013 aufrechterhalten hat, obwohl das Bundeskartellamt freie Empfangbarkeit für die digitalen SD-Programme von ProSiebenSat1 und RTL forderte.[14][15][16] Aufgrund dessen wurde am 3. April 2013 die Grundverschlüsselung für die SD-Versionen der Sender RTL, RTL II, Super RTL, VOX, RTL Nitro, n-tv (alle RTL Group), Sat.1, ProSieben, kabel eins (alle ProSiebenSat.1 Media AG) sowie den unabhängigen Privatsender Sport 1 aufgehoben. Die zu diesem Zeitpunkt frei empfangbaren Sender (inklusive der öffentlich-rechtlichen) vereinen einen gemeinsamen Marktanteil von über 90 Prozent; keiner der noch fehlenden erreicht einen von mehr als 1 Prozent.

Zum 2. Mai 2013 folgten praktisch alle weiteren deutschsprachigen SD-Sender sowie der internationale Nachrichtensender CNN International. Aus der „Grundverschlüsselung“ ist dabei ein Basispaket des Bezahlfernsehens bestehend aus wenigen sehr kleinen deutschsprachigen Sendern (AstroTV, ERF Eins, Das Vierte, Eurosport 2), diversen internationalen Nachrichtensendern und (seit April 2013 damit zusammengelegt) den HD-Versionen von etwa einem Dutzend deutschsprachiger Sender geworden.[18] Auch von diesen sind diverse per Astra-Satellit frei empfangbar.

Kabel Deutschland hat Revision gegen die Entscheidung des Kartellamtes beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt.[19][20] Zudem wurde kritisiert, dass der Konzern die neuen digitalen HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender (z. B. 3sat HD, BR HD, ZDFneo HD usw.) nicht in ihre Netze eingespeist hat. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sah in beiden Fällen eine massive Benachteiligung der Kabel-Deutschland-Kunden und riet, falls möglich, auf Satellitenempfang oder IPTV umzusteigen. Mittlerweile hat Kabel Deutschland angekündigt, einen Großteil der fehlenden öffentlich-rechtlichen HD-Sender ab 4. April 2014 unverschlüsselt ins Netz einzuspeisen.

Im Laufe des Jahres 2013 wurde die bisherige Grundverschlüsselung weitgehend abgeschafft und so ein aus etwa 60 (mit leichten regionalen Unterschieden) Programmen bestehendes für alle Kabelkunden empfangbares Angebot geschaffen. Hierzu gehören auch einige englischsprachige Nachrichtensender und die HD-Versionen von Das Erste, ZDF und Arte. Dazu kommen sämtliche (65) öffentlich-rechtlichen Radiosender.

Smartcard`s

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Die alte Smartcard von KDG


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Die neue Smartcard von KDG

Ein wichtiger Bestandteil des digitalen Kabelfernsehens ist die Smartcard, die nötig ist um Pay-TV-Programme sowie bei Kabel Deutschland auch die privaten Free-TV-Programme zu entschlüsseln.

Welche Verschlüsselungen werden also jetzt genau eingesetzt?

  • Kabel Deutschland und Sky nutzen grundsätzlich für alle verschlüsselten Sender in Standardauflösung Nagravision Merlin (mit und ohne Betacrypt-Tunnel) sowie NDS/Videoguard.
  • Die HD-Sender von Sky und Kabel Deutschland lassen sich mit den selben Verschlüsselungen entschlüsseln, der Betacrypt-Tunnel ist hier allerdings nicht mehr vorhanden.
  • Das Paket Kabel Digital Free lässt sich auch mit Nagravision Aladin (mit und ohne Betacrypt-Tunnel), dem Vorgänger von Merlin, noch entschlüsseln.

Internet und Telefonie

Die Kabel Deutschland Holding AG (KD) bietet neben Fernsehprodukten auch Telefonverbindungen (Voice over Cable) und Internet-Anschlüsse über das Kabelnetz an. Bei Vorhandensein eines Kabelanschlusses, der beispielsweise bereits über die Mietnebenkosten oder das Hausgeld bezahlt wird, bietet sich durch die KD eine Gelegenheit, breitbandiges Internet und ggf. Telefonie über Kabel zu erhalten. Seit Juni 2007 besteht in einem Teil der versorgten Gebäude die Möglichkeit, Internet und Telefon auch ohne bezahlten TV-Kabelanschluss zu erhalten. Die beiden zunächst angebotenen Produkte nannten sich „Kabel Internet“ und „Kabel Phone“. Heute werden häufig Kombi-Angebote aus Internet und Telefon angeboten.

Im Unterschied zu einem DSL-Anschluss erfolgt die Internet-Verbindung über den Kabelanschluss und ein Kabelmodem. Voraussetzung ist zudem ein rückkanalfähiger Hausverstärker, der heute in den meisten Kabelhaushalten vorhanden ist. Die notwendige Aufrüstung der Hausinstallation und die Installation des Modems erfolgt bei Kabel Deutschland kostenfrei durch einen Techniker vor Ort beim Kunden.

Seit Februar 2010 bietet Kabel Deutschland in Hamburg Verträge mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s Downstream. Am 29. April 2010 kam München und Hannover dazu. Berlin und Saarbrücken folgten am 30. November 2010[18], in Dresden, Potsdam und Würzburg ist diese Geschwindigkeit seit dem 10. Januar 2011 verfügbar. Möglich wird diese Datenrate durch Verwendung des Kabelmodem-Standards EuroDocsis 3.0.

Welches Potential dieser Standard für die nächsten Jahre bietet, zeigte ein Feldversuch im November 2010 in Hamburg. Im Rahmen dieses Tests wurde weltweit erstmals eine Übertragungsrate von mehr als 1 Gbit/s (Testergebnis: 1.170 Mbit/s) im Downstream erreicht. "Der Feldversuch wurde an Testanschlüssen in einem Mehrfamilienhaus im Hamburger Kabelnetz von Kabel Deutschland durchgeführt. Die Bandbreiten wurden sowohl auf einem einzelnen Computer als auch im Zuge einer Multiroom-Lösung auf mehreren Rechnern realisiert, die eher der tatsächlichen Nutzung in einem Mehrpersonenhaushalt entspricht.

Internetanschluss 16

Der Tarif Internetanschluss 16 umfasst für Privatkunden nur einen Breitband-Internetzugang mit Flatrate mit bis zu 16.000 Kbit/s im Download und bis zu 1.000 Kbit/s im Upload und ein kostenloses Kabelmodem. Optional kann ein WLAN-Kabelmodem und weitere Zusatzoptionen wie Virenschutzsoftware, Homepage-Startpaket und Online-Backup zugebucht werden. Es ist der einzige reine Internetanschlusstarif bei Kabel Deutschland ohne Bündelung mit einem Telefontarif.

Für Geschäftskunden werden noch zwei weitere Tarife angeboten: Internetanschluss Business 32 und Internetanschluss Business 100, die sich in der angebotenen Downloadgeschwindigkeit unterscheiden und inklusive kostenlosem WLAN-Kabelmodum angeboten werden.

Festnetz-Telefonanschluss

Der Tarif Festnetz-Telefonanschluss umfasst nur die Telefonie ohne Internetzugang. Angeboten wird ein Festnetzanschluss mit zwei Telefonleitungen und einer Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz, in der die ersten 3 Monate gratis sind und ab dem 4. Monat 9,90 Euro monatlich oder ohne Flatrate 0,29 Euro/Min. kostet. Das erforderliche Kabelmodem wird während der Vertragslaufzeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Verschiedene Zusatzoptionen für Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz und in anderen Länder können individuell zugebucht werden. Für die Nutzung eines analogen Telefons muss dieses dabei mit einem Analog-Telefon-Adapter verbunden werden. Dieser Adapter ist in dem Kabelmodem bereits integriert, welches an der Kabelfernsehdose angeschlossen wird. Die bisherigen Telefonnummern (bis zu zehn) können mitgenommen werden (portiert). Die angewandte Technik ist VoC mit einem von H.323 abgeleiteten Protokoll. Der Vorteil von VoC gegenüber SIP ist, dass analoge Endgeräte weitgehend die gleiche Funktionalität wie bei einem herkömmlichen PSTN-Telefonanschluss haben (insbesondere ist Telefax über VoC möglich). Der Faxstandard T.38 wird jedoch nicht unterstützt. Kunden, denen das Kabelmodem Thomson THG540 K in Verbindung mit der Homebox (Fritz!Box 7270) oder die Homebox (Fritz!Box 6360) von Kabel Deutschland zur Verfügung gestellt wird, telefonieren dagegen über SIP.

Internet & Telefon

Mit Internet & Telefon sind die Kombitarife gemeint die einen Internetanschluss mit Internet-Flatrate und einen Telefonanschluss mit Festnetz-Flatrate beinhalten. Sie unterscheiden sich überwiegend bei der angebotenen Leistung der maximalen Download- und Uploadgeschwindigkeit: Der Einstiegstarif Internet & Telefon 8 bis 8.000 Kbit/s im Download und bis zu 600 Kbit/s im Upload, Internet & Telefon 16 bis 16.000 Kbit/s im Download und bis zu 1.000 Kbit/s im Upload und der weit verbreitete Tarif Internet & Telefon 32 und Internet & Telefon 32 flex (flex bedeutet ohne dauerhafte Telefonflatrate ins deutsche Festnetz) mit bis zu 32.000 Kbit/s im Download und bis zu 2.000 Kbit/s im Upload. Im Tarif Internet & Telefon 100 sind Downloadgeschwindigkeiten bis maximal 100.000 Kbit/s und im Upload bis zu 6.000 Kbit/s möglich, soweit ein modernisiertes Hausnetz vorhanden ist. Alle Tarife können durch verschiedene Zusatzoptionen für Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz und in anderen Länder individuell angepasst und ergänzt werden. Ein Gratis-Kabelmodum für den LAN-Anschluss gibt es bei allen Tarifen dazu. Alternativ kann ein WLAN-Kabelmodem oder die aktuell angebotene HomeBox FRITZ!Box 6360 mit Anschlussmöglichkeit für ISDN und DECT-Telefone, gekauft oder gemietet werden.

Für Geschäftskunden werden die Tarife Internet & Telefon Business 32 und Internet & Telefon Business 100 angeboten mit den gleichen maximalen Download- und Upload-Geschwindigkeiten wie bei den privaten Internet & Telefon-Tarifen, aber mit kostenloser HomeBox FRITZ!Box 6360. Alle Business-Tarife können auch durch verschiedene Zusatzoptionen für Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz und in anderen Länder individuell angepasst und ergänzt werden.


Mobile Phone & Internet

Seit Mitte 2009 wurde das Angebot auf den Mobilfunkmarkt ausgeweitet. In Zusammenarbeit mit O2 bietet Kabel Deutschland Kunden nun auch einen Mobilfunkvertrag ohne Grundgebühr an. Die Tarife umfassen einen Basis-Tarif für kostenlose Gespräche zu Kabel Deutschland Telefon- und Mobilfunkanschlüssen über eine Festnetz-Flat bis zum Tarif Fair-Flat mit kostenlosen Gesprächen ins deutsche Festnetz und bis 100 Minuten kostenlos in die die deutschen Mobilfunknetze, ab der 101. Minute zum Minutenpreis von derzeit 0,15 Euro je Minute. Weiterhin gibt es als Zusatzoption das Angebot Handy Surf-Flat für Smartphones für den Internetzugang und zum Surfen. Im Tarif Komplett-Flat ist eine Festnetz-Flatrate, eine Mobilfunk-Flatrate sowie eine Internet-Flatrate mit einer Downloadgeschwindigkeit bis maximal 7.200 Kbit/s bei einem Datenvolumen bis 300 MB. Alle Mobilfunktarife haben keine Mindestvertragslaufzeit mit Ausnahme von Bundle-Angeboten mit überlassenen Smartphones.

Mobile Internettarife ohne Mobilfunktelefonie gibt es in zwei Tarifen. Als Tages-Flat oder Monats-Flat mit bis zu 3.600 Kbit/s Surfgeschwindigkeit im Download via Mobile Internet Stick mit SIM-Karte ohne monatlicher Grundgebühr und Mindestumsatz. Ab einer Datennutzung von über 1 GB Datenvolumen innerhalb eines Kalendertags oder von über 5 GB Datenvolumen innerhalb eines Kalendermonats wird die Übertragungsgeschwindigkeit auf maximal 64 Kbit/s für den Up- und Download gedrosselt.


Flächendeckendes WLAN-Netzwerk

Im September 2012 kündigte Kabel Deutschland den Aufbau eines flächendeckenden WLAN-Netzwerks an. Zunächst sollen Flughäfen und Bahnhöfe mit entsprechenden Hotspots ausgestattet werden, später soll die Abdeckung auch auf dem Land gewährleistet werden. Um eine möglichst hohe Zahl an Zugangspunkten bereitstellen zu können, sollen unter Umständen auch die WLAN-Router der Kunden in einen öffentlichen Zugangspunkt umgewandelt werden, wie es bereits bei fon der Fall ist. Als einer der ersten Netzbetreiber erwägt Kabel Deutschland, den Zugang zum WLAN jedem Nutzer ohne besondere Beschränkungen oder eine Registrierung zu ermöglichen.

Backbone Glasfaserausbau bei Kabel Deutschland

Die Austrahlung der KDG-Pakete auf ASTRA 3A (23,5°Ost) wird im Zuge der Fertigstellung des Backbones eingestellt, es ist zukünftig also nicht mehr möglich, das digitale Angebot der KDG über Satellit zu empfangen.

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